Aktuelles Semester

Piano forte

Während sich die barocken Meister der Tasteninstrumente mit den dynamischen Einschränkungen des Cembalos begnügen mussten, traten das von Bartolomeo Cristofori entwickelte gravicembalo col piano e forte und dessen Weiterentwicklungen zum Pianoforte ab Anfang des 18. Jahrhunderts ihren Siegeszug an. Insbesondere in der Romantik stellte sich das Klavier als wichtigstes solistisches und kammermusikalisches Instrument heraus, auf welchem sich die Meister der Zeit in Virtuosität und Ausdruck zu übertreffen versuchten. Wir, das Werkstattorchester Dresden, möchten diesem wundervollen Instrument Referenz erweisen und haben gemeinsam mit vier Solist*innen der Hochschule für Musik Dresden ein Programm mit vier Sätzen aus vier Klavierkonzerten von Robert Schumann, Franz Liszt, Camille Saint-Saëns und Edvard Grieg erarbeitet. Komplettiert wird das Programm durch die „Schwedischen Tänze“ von Max Bruch.

Solist*innen: Hyewon Kim, Ahhyun Lee, Clara-Maria Schina, Yumin Wu

Dirigent*innen: Roee Buchbinder, Jakob Grummet, Johannes Klemm, Maximilian Nicolai

Künstlerische Gesamtleitung: Roee Buchbinder

Termin Ort Preis
06.07.2024, 19.30 Uhr Konzertsaal der HfM Dresden 10€ über reservix.de
07.07.2024, 11.00 Uhr Konzertsaal der HfM Dresden 10€ über reservix.de

Vergangene Semester

Nova

Seit über 20 Jahren verfolgt das Werkstattorchester Dresden das Ziel, im Rahmen der musikalischen Gestaltung von Proben und Konzerten durch den regen Austausch zwischen Orchestermitgliedern und Dirigent*innen voneinander zu lernen und aneinander zu wachsen. In unserem Programm „Nova” steht diese Weitergabe von Wissen im Fokus. So gab Mili Balakirew sein kompositorisches Wissen an vier junge „Laien“komponisten (César Cui, Nikolai Rimski-Korsakow, Modest Mussorgski und Alexander Borodin) weiter, deren Werke in unserem Konzert erklingen. Auch Hanna Hawrylez gab als Professorin für Komposition ihre musikalischen Gedanken an eine junge Komponistengeneration weiter. Mit diesen sechs Komponist*innen zu Gast in der Werkstatt freuen wir uns auf ein stimmungsvolles und abwechslungsreiches Konzert.

Zeit der Meister

„Verachtet mir die Meister nicht und ehrt mir ihre Kunst!“ - so mahnt es Hans Sachs, der bekannteste aller Meistersinger, in „Die Meistersinger von Nürnberg“ an. Dieser Mahnung folgend präsentiert das Werkstattorchester in diesem Sommer Kompositionen der deutschen Romantik in all ihren Facetten: frühromantische Klänge in Felix Mendelssohn-Bartholdys Ouvertüre „Die Hebriden“ und Louis Spohrs 3. Sinfonie in c-Moll sowie hochromantisches Schwelgen mit Johannes Brahms‘ „Akademischer Festouvertüre“ und Richard Wagners Ouvertüre zu „Die Meistersinger von Nürnberg“. Vervollkommnet wird das Programm mit der Uraufführung von „ZahnDerZeit“ von Lars Engeln.

Drama! Drama!

Ein neues Semester ist immer auch ein neuer Anfang: neue Musikerinnen und Musiker, neue Stücke und neue Studierende im Dirigat. Eine Besonderheit ist dieses Mal unser neuer künstlerischer Leiter Roee Buchbinder, der für uns ein Programm zusammengestellt hat, welches allem voran eines ist: dramatisch. Unter dem Konzerttitel "Drama! Drama!" präsentieren wir die Coriolan Ouvertüre von Ludwig van Beethoven, die L’Arlesienne Suite No. 1 und No. 2 von Georges Bizet, sowie die 8. Sinfonie von Antonín Dvořák.

Zurück in die Werkstatt

Corona, Einschränkungen und Bestimmungen haben uns in den letzten Jahren das Leben nicht gerade einfach gemacht. Auch unser Übungsbetrieb hat darunter gelitten. Viele Anläufe waren erfolglos, doch wir sind am Ball geblieben und wollen es dieses Semester erneut probieren. Auf dem Programm stehen die Unvollendete von Franz Schubert, die Mother Goose Suite von Maurice Ravel, March of the Toys von Victor Herbert und zwei Slavische Tänze von Antonin Dvorak. Sinnbildlich für unsere Rückkehr an die Notenständer werden unsere Konzerte unter dem Titel Zurück in die Werkstatt am 18.06.22 in der Lukaskirche und am 02.07.22 im Konzertsaal der Hochschule für Musik stattfinden.

Es war einmal...

Ob Roman, Satire oder Märchen – mündlich und schriftlich tradierte Geschichten aus aller Welt inspirieren gestern wie heute Komponisten zu Konzertsuiten, Filmmusiken und Musicals. Erleben Sie im modernen Konzertsaal der HfM Dresden mit dem Werkstattorchester die rührende Geschichte des Phantoms der Oper, betrachten Sie verwunschene Schlösser und Märchengärten mit Bernd Alois Zimmermann und begleiten Sie die Abenteuer von Aladdin, vertont von Carl Nielsen.

Alte Welt | Neue Welt

Vor 66 Millionen Jahren sterben die Dinosaurier aus, werden aber in der Gegenwart für einen paläontologischen Erlebnispark mittels Gentechnologie wiedererschaffen. Im 8. Jahrhundert entstehen aus indischen und mittelpersischen Vorlagen die arabischen Erzählungen aus Tausendundeiner Nacht, die auch heute noch ein Klassiker der Weltliteratur sind und vielfach adaptiert wurden. Die „neue Welt“ Amerika wird von einer Vielzahl von Personen der „alten Welt“ (darunter Leif Eriksson, Christoph Kolumbus und Giovanni Caboto) entdeckt.

Alte und Neue Welten begegnen sich ständig und stetig, was auch Komponisten zu zahlreichen Kompositionen inspirierte: Rimski-Korsakow erzählt musikalisch Geschichten von Scheherazade nach, die sie dem König Schahriyâr vortrug, um ihrer Exekution zu entgehen. Mascagni beschreibt im Intermezzo sinfonico einen österlichen Frieden in einer sonst tragischen, unsteten Bauernwelt. Bizet schafft mit Carmen einen realistischen Einblick in das durchtriebene Leben von Schmugglern, Toreros und Soldaten, einem Milieu, was damals wie heute auf seine Art aktuell ist. Dvořák ließ sich während seines dreijährigen Aufenthalts in Amerika durch ureigene Melodien der „neuen Welt“, Melodien der amerikanischen Ureinwohner, zu seiner 9. Sinfonie e-Moll inspirieren und schuf damit sein wohl populärstes Werk.

Von allen diesen Welten inspiriert, möchten wir Sie herzlich zu einem besonderen Konzert einladen. Nach den erfolgreichen Austauschkonzerten mit dem »Akademicki Chór Politechniki Wrocławskiej« in Breslau und Dresden freuen wir uns, erneut ein Ensemble aus einem Nachbarland begrüßen zu dürfen – das Orchester »Molto Assaï« aus Bordeaux (Frankreich). Neben gemeinsamen Proben und Unternehmungen steht das abschließende Gemeinschaftskonzert im Zentrum dieses Austausches, in dem wir Ihnen alte und neue Welten musikalisch näherbringen wollen!

Tea Time

Das Werkstattorchester widmet sich in diesem Konzert den Highlights der englischen Musikkultur des letzten Jahrhunderts. Darunter z. B. Elgars berühmtes Cellokonzert, welches er 15 Jahre vor seinem Tod bewusst als sein letztes Werk komponierte. Oder wie wäre es mit der oscarprämierten Filmmusik zu Der Herr der Ringe von Howard Shore. Seien Sie gespannt!

Orff Beatz

Zum zehnjährigen Jubiläum des Werkstattorchester Dresden e. V. wagen wir Großes. Die Carmina Burana von Carl Orff in ihrer vollen Länge steht auf dem Programm. Gemeinsam mit dem »Unichor der TU Breslau« und dem Studiochor der HfM Dresden werden wir dieses chorsinfonische Werk bestreiten. Mit beiden Ensembles haben wir bereits Projekte erarbeitet - mit dem Breslauer Chor 2017 während unserer viertägigen Konzertreise nach Polen und mit dem Studiochor 2016 unter dem Motto „Hoffnung die zuletzt nicht stirbt“ mit Konzerten in Dresden. Mit über 140 Mitwirkenden werden die Carmina Burana im Konzertsaal der Hochschule für Musik ihre volle Wirkung entfalten. Zum Einstieg ins Programm lassen wir die bekannte Melodie der Moldau von Bedřich Smetana und die Ungarischen Skizzen von Béla Bartók erklingen.

Romantischer wird's nicht

Frei nach diesem Motto musizierte das Werkstattorchester Werke aus der Romantik. Nach Ludwig van Beethovens Ouvertüre Coriolanus, begeisterte der Schulmusikstudent Janek Joel an der Klarinette und dem ersten Satz des Klarinettenkonzerts Nr. 1 von Carl Maria von Weber. Mit den Stücken Intermezzo aus Goyescas von Enrique Granados, der Bacchanale aus Samson et Dalila von Camille Saint-Saëns sowie Arien aus den Opern La Bohème und Madama Butterfly von Giacomo Puccini zeigten wir die große Bandbreite der Romantik auf, wobei die Moderation von Christine Asjoma das Publikum durch diese facettenreiche Epoche leitete. Die beiden ausverkauften Konzerte im Konzertsaal der HfM und in der Versöhnungskirche endeten mit der imposanten 1. Sinfonie von Nikolai Rimski-Korsakov.

Von fremden Ländern und Menschen

Erleben Sie ein kurzweiliges, sommerliches Konzert mit Werken aus verschiedensten Ländern, aus fremden Welten und sogar aus extraterrestrischen Sphären. Lauschen Sie Klängen über den Lügenbold Peer Gynt und über die Fingalshöhle auf den Hebriden und hören Sie die „geheime Nationalhymne“ Finnlands.

Une danse à travers le temps

Erneut stellte das Werkstattorchester unter Beweis, dass es ungewöhnliche Konzertformate liebt und konzipierte so ein Konzert unter dem Titel „Une danse à travers le temps“ - „Ein Tanz durch die Zeit“. Thematisiert wurden verschiedene Kompositionen, die auf Gattungen der Tanzmusik beruhen. Die Schulmusikstudierenden Deborah Oehler, Christoph Gerdemann, Michael Gonsior und Clemens Weichard studierten zusammen mit unserem Künstlerischen Leiter Matthew Lynch Kompositionen von Rameau, Bizet, Desplat und Warlock ein. Dazu tanzten im Konzertsaal der Hochschule für Musik Dresden live die Tänzer Chiara und Jeremy Detscher zum „Danse Macabre“ von Camille Saint-Saëns. Das zweite Konzert fand, wie schon in vergangenen Semestern in der Versöhnungskirche Striesen statt.

Hoffnung, die zuletzt nicht stirbt

Zum ersten Mal in der Geschichte des Werkstattorchesters bereicherten die Stimmen eines Chors unsere Klänge. Der Studiochor der HfM wurde für ambitionierte Sänger und Sängerinnen geöffnet und die Lehramtsstudierenden Samira Nasser, Britta Göbeln, Luisa Gester und Maximilian Nicolai übernahmen sowohl Orchester als auch Chorleitung. Unter dem Titel „Hoffnung, die zuletzt nicht stirbt“ ertönten Klänge aus Mendelssohn Bartholdys Elias, Brahms Begräbnisgesang und aus der Unvollendeten Sinfonie von Franz Schubert. Erneut dirigierte Maximilian eine eigene Komposition sternenkind., die den Lauf des Lebens anhand von Literaturzitaten beschreibt, eingebettet in eigenen musikalischen Ideen. Zum Abschluss erklangen die Five Spirituals aus dem Oratorium „A Child of our Time“ (UA 1944) von Michael Tippett, die von Matthew Lynch einstudiert wurden. Nach dem ausverkauften Konzert im Saal der HfM erfreute sich auch ein zahlreiches Publikum in der Lukaskirche an unseren Klängen. Auch zu diesem Konzert haben wir erneut Geflüchtete eingeladen.

Unsere kontinuierliche, kulturpädagogische Arbeit wurde von den lokalen Medien wahrgenommen: „Nicht nur die Vielzahl der Dirigenten, auch die stilistische Breite unterscheidet die Programme deutlich von denen anderer Laienensembles. So mag der Klangkörper zwar in erster Linie zur Ausbildung der Schulmusiker entstanden sein, für die Konzerte jedoch suchen die Beteiligten jedes Semester aufs Neue nach dem Besonderen.“Kreative Lehrerschmiede (DNN, 15.07.2016)

Eine musikalische Reise durch Europa

Zum Wintersemester 2015/16 stand „Eine musikalische Reise durch Europa“ an. Werke von Komponisten aus verschiedenen Ländern Europas, von Britten (England), Berlioz (Frankreich), Gade (Dänemark), Mussorgsky (Russland) und Sibelius (Finnland) wurden von den Schulmusikstudierenden Michael Gonsior, Martin Kirmse, Clemens Weichard und unserem Künstlerischen Leiter Matthew Lynch einstudiert. Mit eigenen Kompositionen rundeten der nun schon erfahrene Werkstattorchester-Komponist Lars Engeln mit seinem Werk Symphosium und das aus Gabriel Frankes Feder entspringende und von ihm selbst dirigierte Feuer, das Programm ab.

Zum Konzert in der Versöhnungskirche haben wir explizit Flüchtlinge eingeladen und machten dafür mit mehrsprachigen Flyern in Erstaufnahmeeinrichtungen und Begegnungscafés Werbung. Im ausverkauften Konzertsaal der Hochschule für Musik und in der gut besuchten Versöhnungskirche erfreuten sich sowohl die Orchestermusiker, als auch das Publikum an den schönen, kräftigen und differenzierten Klängen.

Spirituelles und Sakrales

Unter der Leitidee „Spirituelles und Sakrales“ wurden für die Konzertreihe zwei neue Kompositionen verfasst. Maximilian Nicolai schrieb das Stück MISSA und Gabriel Franke vertonte den Strom des Lebens. Maximilian brachte sein Stück selbst zu Uraufführung, während Gabriels Komposition von Gabriel von Felix Weickelt dirigiert wurde. Weitere Stücke der Komponisten Grieg, Smetana und Nielsen, rund um das Thema wurden von Tim Fischdick, Toni Marquart und unserem Künstlerischen Leiter Matthew Lynch einstudiert. Nach einigen Jahren Pause konzertierten wir wieder in der Versöhnungskirche in Striesen und wie gewohnt im Konzertsaal der Hochschule für Musik.

Das Werkstattorchester erzählt Geschichten

Der Titel „Das Werkstattorchester erzählt Geschichten“ versprach eine Konzertreihe, in der Stücke mit historischem und mythologischem Hintergrund aufgeführt wurden. Neben Werken von Schubert, Liszt und Franck brachte das Orchester die neue Komposition Die Kinder der Nyx aus der Feder von Maximilian Nicolai zur Uraufführung, das auf Auszügen der Theogonie von Hesiodos beruht. Unser neuer Künstlerischer Leiter Matthew Lynch ergänzte das Programm durch eine sinfonische Dichtung von Dvořák und fand dabei einen guten Anschluss ans Orchester und an die Dirigenten Wiebke Hasse, Samira Nasser, Gabriel Franke und Markus Kaufmann. Die Studierenden des Arrangierkurses des Dozenten Johannes Gerstengarbe besuchten uns in einer Probe und konnten mit dem Orchester ihre arrangierten Stücke live erklingen lassen. Die Konzerte fanden im Konzertsaal der Hochschule für Musik und erstmalig im Festsaal der Dreikönigskirche statt und trafen auf ein breites, begeistertes Publikum.

Klassik meets Jazz

In einer erstmaligen Kooperation mit der »Werkstattbigband«, welche sich drei Jahre zuvor aus dem Werkstattorchester heraus gegründet hatte, vereinigten sich die beiden Ensembles musikalisch unter dem Titel „Werkstatt BigBand und Werkstattorchester – Klassik meets Jazz“. Das Werkstattorchester gestaltete die erste Konzerthälfte mit Stücken von Brahms, Dvořák, Glinka und Márquez dirigiert von Christina Rolf, Luisa Gester, Samira Nasser und unserer Künstlerischen Leiterin Eva Meitner. Darauf folgte ein gemeinsamer Konzertteil, in dem Songs von Michael Bublé, Ella Fitzgerald und Duke Ellington von beiden Ensembles und Sängern der Hochschule aufgeführt wurden, welche teilweise extra für diese Besetzung arrangiert worden sind. Lars Engeln komponierte wayfarersYarn extra für diese Besetzung, das mit Dirigentin Eva Meitner uraufgeführt wurde. Die Bigband gestaltete das Ende eines Konzertes mit über 100 Musiker*innen aus Klassik und Jazz, die man selten in dieser Kombination auf der Bühne sieht.

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